24. März 2025

Kindertagesstätte in Landau

1. Preisträger
1. Preis: Architekten Naujack Rind Hof, Koblenz
Visualisierung: Architekten Naujack Rind Hof, Koblenz

Die Stadt Landau plant auf dem ehemaligen Horstsportplatz im Norden der Stadt eine fünfgruppige Kindertagesstätte zu errichten. Gestaltungsvorschläge lieferte nun ein nichtoffener Realisierungswettbewerb.

Die Stadt Landau plant auf dem ehemaligen Horstsportplatz im Norden der Stadt eine fünfgruppige Kindertagesstätte zu errichten. Der Neubau soll sich zum künftigen Quartiersplatz orientieren und über eine optimale äußere Erschließung und ein möglichst großes, gut nutzbares Außengelände verfügen. Neben den fünf Gruppenräumen mit je einem Nebenraum und Sanitärbereich waren ein Mehrzweckraum, ein Bistro mit Küche, ein Personalbereich, ein Büro für die Kitaleitung und ein Elternsprechzimmer gefordert. Gestaltungsvorschläge lieferte nun ein nichtoffener Realisierungswettbewerb.

1. Preis 

Mit ihrem „städtebaulich, architektonisch und funktional besonders qualitätsvollen Beitrag“ setzten sich Architekten Naujack Rind Hof (Koblenz) als Sieger durch. Der Quartiersplatz erhalte durch den quergestellten, zweigeschossigen Riegel einen angemessenen städtebaulichen Abschluss, lobte die Jury. Der eingeschossige Gebäudeteil der
Kita bildet die östliche Platzkante. Hier sind Mensa, Küche und Mehrzweckraum angeordnet, die auch separat für Veranstaltungen genutzt werden können. Der zum Platz hin vorgesehene Laubengang wurde als überdachte Hinführung zum Eingangsbereich begrüßt. Besondere Qualität attestierte die Jury der großzügigen Spiel- und Sitztreppe,
die gute Orientierung und Übersichtlichkeit schaffe. Neben-, Sanitär- und Lagerräume bilden mit den Gruppenräumen gut gegliederte Einheiten. Durch kleine Rücksprünge mit eingestellten Baumstandorten entstehen schöne Zwischenzonen als Verzahnung von Innen-und Außenraum.

2. Preis

Ein zweiter Preis ging an eichler & eichler Architekten (Alzey). Der Quartiersplatz wird im Osten durch einen schräg winkeligen Gebäudeflügel geöffnet, der von der Straße zurückspringt. Der schräge Winkel wird im Eingangsbereich konsequent ins Gebäudeinnere fortgesetzt. So entstehe ein spannungsvolles Foyer mit Freitreppe. Hieran
schließen Mensa, Mehrzweckraum und Außenterrasse an. Die klare, schlüssige Innenraumorganisation wurde gelobt. Gruppen- und Nebenräume sind untereinander schaltbar. Die Gruppenräume sind winkelförmig ausgebildet, die zurückliegenden Teile nur indirekt belichtet. Das Obergeschoss greift die Raumstruktur des Erdgeschosses auf.
Insgesamt überzeugte der Entwurf als markanter, identitätsstiftender Beitrag.

3. Preis

Die drittplatzierte Arbeit von Studio SF Simon Fischer (Mannheim) wurde als „sehr guter Impuls für die weitere Entwicklung des Gesamtgebiets im Bereich des Horstsportplatzes“ gewürdigt. Die Verfasser präsentieren einen zweigeschossigen Querriegel zwischen Quartiersplatz im Norden und den Frei- und Sportflächen im Süden, der die Gruppenräume aufnimmt, sowie einen eingeschossigen Flügel mit Mehrzweckraum, Mensa, Küche und Personalbereich an der östlichen Platzkante. Das großzügige Foyer dient als räumliches Gelenk, jedoch nur im Erdgeschoss; die Vertikalerschließung wurde kritisch gesehen. Insgesamt ein sehr guter städtebaulicher Vorschlag, mit einigen funktionalen und innenräumlichen Schwächen, so die Jury.

Anerkennung

Mit einer Anerkennung bedachte die Jury AV1 Architekten (Kaiserslautern), deren Arbeit einen eingeschossigen, winkelförmigen Baukörper vorsieht. Mensa und Mehrzweckraum sind geschickt als zusammenhängender, transparenter Bereich angeordnet, der visuelle Bezüge zwischen Quartiersplatz im Norden und Kita-Freibereich im Süden schaffe.